Von der Treggings zum Serviettenring

8 Nov

Wie es das bekannte schwedische Modegeschäft schafft den Leuten mehr Geld aus den Taschen zu ziehen als diese eigentlich ursprünglich augeben wollten, werde ich euch am Beispiel des H&M Onlineshops demonstrieren.

Auch wenn die Geschäfte immer noch wichtigster Kommunikationskanal sind, ist H&M in den letzten Jahren auf den E-Commerce- Zug aufgesprungen und hat durch den Onlineshop die Verkaufswege ausgebaut, den Service erweitert und dadurch auch neue Zielgruppen erschlossen: nicht jeder hat Lust durch die überfüllten Geschäfte zu laufen und dann stundenlang an der Umkleidekabine anzustehen.

Für genau diesen Kundenkreis ist der Kauf im Internet die perfekte Lösung!

Und nun zur geschickten Verkaufsstrategie: Wer den Shop ‚betritt’ wird gleich zu Anfang schon mit Sonderangeboten geködert, da greift man doch gern zu und hat schon mal das erste Teil gekauft was nicht geplant war.

Ansicht einer Shop-Seite

Klickt man sich dann durch die verschiedenen Kategorien und interessiert sich für eine bestimmte Hose, bleibt es aber nicht bei der Ansicht dieser Hose. H&M bietet hier gleich noch das passende Oberteil oder Accessoire an.

Würdet ihr dieses bewusste Anbieten von Zusatzartikeln schon im  Bereich Cross-Selling ansiedeln?

Vor einiger Zeit wurde das Online-Sortiment um den Bereich ‚Home’ erweitert, nun kann man auch seine Wohnung neu einkleiden.

Hier wurde ordentlich Marktforschung betrieben und nach den Bedürfnissen der Kunden geforscht. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich lange Zeit vorher eine Mail bekam, mit der H&M anscheinend genau das herauskriegen wollte.

Man beachte: Um die Produktion all dieser unterschiedlichen Produkte sicherzustellen, greift H&M auf ein Netz aus 700 eigenständigen Herstellern zurück und schaffte es durch den Vertrieb über die verschiedenen Verkaufswege im Jahr 2009 einen Umsatz von 118.697 Millionen SEK (12.773.419.424,267 Euro) zu erwirtschaften.

2 Antworten to “Von der Treggings zum Serviettenring”

  1. Dustin Februar 19, 2011 um 9:17 pm #

    Grüß dich Janina, tolles Beispiel für die Implementierung von Cross- selling ins digitale Geschäftsmodell und die erneute Bedarfsanalyse von vorhandenen Kunden ist definitiv von enormer Wichtigkeit für die erfolgreiche Umsetzung. Des Weiteren sind hier auch teilweise die 4 Regeln des Cross- selling Marketings zu erkennen.Toll. Klick hier: http://www.themanagement.de/Marketing/Cross-selling.htm

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  1. This week on Coffee in a Box… « Coffee in a box - November 16, 2010

    […] Von der Treggings zum Serviettenring, by Janina, 08.11.2010 Wie es der H&M Online Shop schafft, Kunden durch Angebote und Kombinationsvorschläge zu bereits ausgewählten Artikeln zum Mehrkauf anzuregen kann in diesem Artikel nachgelesen werden. […]

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