Spiegel auf’m iPad

11 Nov

Laut einer Studie von PricewaterhouseCoupers (PwC) erholen sich die Printmedien langsam von der Wirtschaftskrise. Im Jahr 2014 werden die Erlöse bei 94,5 Milliarden Dollar liegen. Das wären zwar 3,5 Milliarden mehr als im Jahr 2009, aber die Umsätze aus den Vorjahren werden um mehrere Milliarden verfehlt  werden.

Dies wird laut PwC größtenteils an den kommenden Einbrüchen im Anzeigenmarkt liegen.

Um sich von der Abhängigkeit von Anzeigenkunden zu befreien, müssen neue Wege gefunden werden und diese Umsatzeinbrüche wettzumachen.

Denkbare Wege könnten die Verlage durch Nutzen neuer Technologien gehen. Immer mehr Menschen werden eBooks benutzen, sich die Nachrichten über ihr Handy holen.

NYT auf dem iPad

Eine logische Cross-Selling- Idee, um die Umsätze  nicht einbrechen zu lassen, wäre da: den Vertrieb von kostenpflichtigen Apps und digitalen Zeitschriften und Magazinen zu erweitern.

Dadurch werden auch die jüngeren Leser erreicht. Laut des US-Verlagshauses „Scholastic“ haben bisher ein Viertel der Nutzer zwischen 6 und 17 schonmal in einem Book gelesen und 57% der 2000 Befragten würden dies auch in Zukunft nutzen wollen.

Dies wirft meiner Meinung nach aber ein weiteres Problem auf:

Die heranwachsende Generation wächst geprägt von den neuen Medien auf und wird kaum auf die herkömmliche Zeitung in Papierform zurückgreifen.

Diese Art von Zeitungskonsum wird sich eventuell in den Folgegenerationen fortsetzen und somit die „Papierzeitung“ komplett vom Markt verschwinden lassen?

Werden Printmedien allgemein aus dem alltäglichen Geschehen wegzudenken sein?

Interessant hierzu ist auch das Forum von Thalia. Thalia möchte jetzt den ersten E-Reader einführen.

Ich bin gespannt auf  Eure Meinungen!

4 Antworten to “Spiegel auf’m iPad”

  1. Danny November 14, 2010 um 5:09 pm #

    Hallo Janina,
    ein viel diskutiertes Thema mit hoher gesellschaftlicher Bedeutung.
    Ich persönlich bin mir jedoch etwas unsicher, wo die Reise letzten Endes hinführen wird. Sicher ist, dass elektronische Zeitungen aktueller und einfacher zugänglicher sind und der Anzeigenmarkt lässt sich auf den Kunden regional und persönlich anpassen, egal wo er sich aufhält. Zum Teil erscheinen Zeitungen auch nur noch online: z.B. die New York Times. Bedenklich ist jedoch, ob man in Zukunft immer nur vor einem Bildschirm sitzen möchte? Ist es nicht manchmal auch sehr entspannend eine Zeitung in den Händen zu halten? Sitzt man nicht im täglichen Leben nicht eh schon zu viel vor dem Bildschirm? Will man immer wieder von Pop-up Fenstern und neuen Anzeigen beim Lesen unterbrochen werden?
    Im Bezug auf Cross selling eignet sich der Umstieg von der klassischen Zeitung auf das eBook mit Sicherheit. Auch die Akquise in der Zeitungsbranche ist mit einem hohem Aufwand verbunden. Die möglichen Cross selling Umsätze bei Stammkunden ermöglichen es, die Erlöse des Unternehmens durch geringere Preisempfindlichkeit und größere Zufriedenheit zu steigern. Ein einmal gewonnener Abonnement ist leichter zu weiteren Käufen zu bewegen als ein Neukunde, womit wir wieder beim CRM wären. (siehe auch ‚Kundenbindung als strategisches Ziel des Medienmarketing‘ von Detlef Rogall, Seite 84ff.)

  2. Christian November 16, 2010 um 3:07 pm #

    In diesem Zusammenhang ist diese folgender Post aus unserem Blog interessant:

    http://www.dreamocracy.net/2010/11/16/die-tage-von-gedruckten-zeitungen-sind-gezahlt/

    • Janina November 17, 2010 um 9:05 pm #

      Deinen Link finde ich sehr interessant, ich würde hierzu ganz gern Danny’s Aussage über die New York Times ergänzen. Die NYT ist momentan noch als Printmedium auf dem Markt und wann komplett auf das Onlineformat umgestellt wird, lässt Arthur Sulzberger Jr.,Verleger der NYT, noch offen.
      Glaubt man der Prognose von Future Exploration Network und betrachtet deren Grafik „Newspaper ExtinctionTimeline“ wird es die New York Times wohl im Jahre 2017 das letzte Mal in der konventionellen ‚Papierform’ geben.

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  1. This week on Coffee in a Box… « Coffee in a box - November 16, 2010

    […] Spiegel auf‘m iPad, by Janina, 11.11.2010 Der Artikel greift das Thema der Lehrveranstaltung „Digitale Ökonomie“ wieder auf und untersucht ob die Zukunft der Printmedien gefährdet ist. […]

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