Erfolgskonzept: Online-Games

7 Dez

Wie man unternehmerisch erfolgreich auf die fortschreitende Digitalisierung reagieren kann, hat die Computerspiel-Branche gezeigt. Die Lösung hieß: Online-Games.

Spiele, wie „Habbo“ werden in der Grundkonzeption kostenlos angeboten werden, bringen aber dennoch Geld ein. Die Refinanzierung wird über die Möglichkeit des sogenannten „Item-Buying“  realisiert, wodurch der Spieler sich eine virtuelle Indentität erschaffen kann, indem er Kleidungs- oder Einrichtungsgegenstände erwirbt.

Andere Anbieter setzen auf  „Abo-Modelle“, wie z.B. beim berüchtigten „Suchtspiel“ World of Warcraft (WoW), hier zahlt man ein monatliches Entgelt für die Nutzung.

Wieder andere Games-Anbieter finanzieren sich über Werbeeinnahmen. Verbreitete Werbeformen sind hier das Around Game Advertising, In-Game Advertising und AdGame (s. Dr.Junge: „Digitale Ökonomie-Teil 3″/ S. 43).

Und der Markt wächst! Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes comScore von 2008 zu 2009 um 22%.

Der 'Traditionsigel'

Auch traditionelle Videospiel-Entwickler durchlaufen Planungsprozesse und entwickeln Strategien, um Ihr Geschäftsmodell zu digitalisieren und im bestehenden Wettbewerb mitzuwirken. Ein aktuelles Beispiel ist „SEGA“:

Mike Hayes, Präsident von SEGA West,  lies im April gegenüber der Onlineplattform „Industrygamers“ verlauten, dass man begonnen hat die Firmenstruktur mehr auf digitale Geschäftsmodelle auszulegen und interessiert daran ist, wie sich die Technik in Zukunft entwickelt. Stichworte sind hier auch wieder, wie auch schon in vorangegangenen Artikeln genannt: Mobile Applikationen, iPhone und iPad.

Hayes: “I think what the iPad does is it enables us to do much more interesting things with our titles, and it’s that ability to use the technology further to take gaming into new areas that’s something we’re excited about and will focus on in the San Francisco organization”.

Während der digitale Part in San Francisco seinen Sitz finden wird,  möchte „SEGA“ weiterhin trotzdem an ihrer traditionellen Sparte, mit zukünftigem Sitz in London, festhalten.

Wie realistisch seht ihr es die Tradition aufrecht zu erhalten? Oder meint ihr man sollte sich nach und nach ausschließlich auf das digitale Geschäftsfeld spezialisieren, da hier die Zukunft liegt?

P.S.: Einen negativen Beigeschmack hat die Umstrukturierung:  „SEGA“ wird für die Umstrukturierung 73 Mitarbeiter entlassen.

2 Antworten to “Erfolgskonzept: Online-Games”

  1. altan Dezember 7, 2010 um 10:04 pm #

    Sega war ja ohnehin auch in der Vergangenheit nicht sehr erfolgreich (SegaSaturn, Dreamcast, Shenmue..) denke für die ist das eine Möglichkeit wieder halbwegs Fuß zu fassen ohne viel zu riskieren, viel zu riskieren ist da auch nicht mehr.. Wenn die wirklich großen EA, Activision, Ubisoft auf diesen SocialGaming Zug aufspringen dann wirds da ganz interessant. Aber dieser ganze Sektor wie du ja auch schon herausgearbeitet ist stark am wachsen!

    mfg

Trackbacks/Pingbacks

  1. This week on Coffee in a Box… « Coffee in a box - Dezember 7, 2010

    […] Erfolgskonzept: Online-Games, by Janina, 07.12.2010 Anlehnend an die Vortragsreihe „Digitale Ökonomie“ beschreibt dieser Artikel, wie sich Betreiber von Browser Spielen finanzieren und wie die Marktchancen in der Zukunft aussehen. […]

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