Social-Media-Marketing- „Fan-Seiten“ in Ergänzung zur Unternehmenshomepage?

7 Jan

Sollten  sich Unternehmen in Ergänzung zur eigenen Unternehmenshomepage eine „Fanpage“ in einem sozialen Netzwerk (z.B. Facebook) oder einem Blogging-Portal (z.B. Twitter) einrichten? Lohnt es sich überhaupt oder hat dies sogar Nachteile?

Beispiel Fanseite

Das Problem an Unternehmenswebsites ist, dass  sich dort meistens nur solche für diese Seite interessieren, die das Unternehmen schon  kennen, um sich  z.B. über Produkte, Dienstleistungen, Karrieremöglichkeiten oder geplante Aktionen zu informieren.

Eine breite Masse an Usern ist so schwer zu erreichen. Viel leichter geht das mit sogenannten Fanseiten auf facebook.com oder in Blogging-Portalen wie twitter.com.

Auf Facebook-Fanseiten hat man im Gegensatz zur Firmen-Webseite die Möglichkeit, durch Empfehlungen und „I like“-Buttons neue Nutzer zu erreichen.

Ziel der Fan-Seiten und auch Twitter-Blogs ist es aber nicht den puren Inhalt der eigenen Firmen-Website zu kopieren, sondern  das Unternehmen ‚menschlicher‘ darzustellen. durch Gewinnspiele, Feedbackrunden, News  etc.  sollte man versuchen eine Community aufzubauen und dadurch seine Markenbekanntheit zu steigern.

Ein weiterer Faktor sind die Kosten. Diese fallen eher gering aus, da die Seiten an sich kostenlos sind (abgesehen vom Personal zur Erstellung und Pflege der Seite).

Dass sich Social-Media-Marketing lohnen kann, zeigen  auch die Zahlen der Web-, speziell der Facebook- und Twitter-User:

Laut  Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) waren schon im März 2010 30 Millionen Deutsche ab 14 Jahren Mitglied in mindestens einer Online-Community. Eine Studie des Webanalyseunternehmens Comscore sagt, das 3 von 4 Internetusern weltweit jeden Monat in sozialen Netzwerken unterwegs sind.

Auf Facebook sind momentan  mehr als zehn Millionen Deutsche registriert und bei Twitter 2,93 Millionen und die Zahlen steigen jeden Monat!

Gründe für den Besuch der sozialen Netzwerke sind:

eCircle hat eine Studie zur Nutzungshäufigkeit durchgeführt. Hierfür wurden 1000 Nutzer im Alter von 14 – 69 Jahren befragt. Nach dieser beuschen 64 % der Befragten einmal bzw. mehrmals täglich Facebook & Co. und 26 %einmal bzw. mehrmals pro Woche:

Ob eine Facebook-Fanpage wirklich etwas bringt, hat das Harvard Business Review in einer Studie getestet:

„Um dies herauszufinden, wurden vor der Implementierung der Facebook-Fanseite E-Mails mit einem Fragebogen an 13.270 Personen geschickt. Die Rücklaufquote lag bei 5,2 Prozent (689 Stück). Nachfolgend wurde die Facebook-Fanseite aufgesetzt und die 13.270 Personen aus dem E-Mail-Verteiler wurden als Facebook-Fans eingeladen. Kurze Zeit später wurden die 13.270 Fragebögen erneut an die gleichen 13.270 Personen verschickt.

Dieses Mal lag die Rücklaufquote bei acht Prozent (1.067 Stück). Zusätzlich konnte man beobachten, dass die Kundenbeziehung zum Unternehmen sich veränderte. Die Facebook-Fans der Bäckereikette kauften zwar immer noch für den gleichen Betrag ein, jedoch öfter als zuvor. Auch die Weiterempfehlungsrate der Facebook-Fans stieg an. 75 Prozent der Facebook-Fans empfohlen die Bäckereikette weiter, unter den Nicht-Fans lag die Quote bei 66 Prozent. Der Effekt der Facebook-Fanseite war also deutlich spürbar.“

Vorteile des Social-Media-Marketing: geringe Kosten und hohes Potential für das virale Marketing!

 

Negative Aspekte des Social-Media-Marketing:

So schön sich das alles anhört, darf man auch die negativen Aspekte nicht außer Acht lassen.

So eine Fanpage muss gepflegt werden, alles andere wäre unprofessionell. Deshalb sollte man abwägen und einschätzen, welche Community für sein Unternehmen geeignet ist bzw. ob es sich überhaupt handeln lässt.

Auch auf Kritik sollte man gefasst sein! Man sollte diese Einträge auf keinen sofort löschen oder diese einfach nicht beachten, eher Stellung nehmen.  Zwei populäre Negativbeispiele sind u.a. die Fanpages von Calvin Klein und KitKat (lest selbst).

Manche Unternehmen verzichten sogar schon ganz auf die Unternehmenshomepage, wie z.B. die deutsche ‚FHM‚-Seite.

Ist solch ein Schritt jedoch nicht unüberlegt?

Sollte man nicht versuchen die Unternehmensseite und die sozialen Netzwerke gut aufeinander abstimmen?

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