Strategische Kriegsführung als Vorbild der Unternehmensführung

22 Jan

Es klingt makaber, jedoch kann eine Technik der militärischen Praxis tatsächlich dazu verhelfen eine Corporate Strategy in kleinste Aufgaben herunter zubrechen und somit einen Aktionsplan zu erstellen.

Stephen Bungay, Autor von „The Art of Action: How Leaders close the gaps between Plans, Actions and Results“ (Nicholas Brealey Publishing, 2011) beschäftigt sich mit der Problematik, dass aus der übergeordneten Unternehmensstrategie oftmals keine direkten Handlungen abgeleitet werden können und stellt das Konzept des Strategy Briefings vor.

Das Strategy Briefing stammt aus aus dem Militär und wird beispielsweise in der NATO heute weitgehend verwendet, um den schnell wechselnden Begebenheiten eines Krieges entgegen zu treten und Klarheit über Aufgaben und deren Sinn zu schaffen.
Die Idee hat mich an Herrn Piepers Vorlesung erinnert, in der wir uns im wahrsten Sinne des Wortes ein Beispiel an den Kriegsstrategien der Griechen genommen haben.

Das Strategy Briefing besteht aus 5 Schritten:

1. Erkläre deine Absicht

In diesem Schritt wird zunächst bestimmt welche Absichten man mit einer Strategie verfolgen will. Für einen Soldaten wäre dies die Mission, die er zu erfüllen hat. Für ein Unternehmen wäre es vielleicht das Ziel ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum zu errichten.

2. Überarbeite deine Absicht im Bezug auf die Situation des Unternehmens

Hier geht es um „Context-Setting“, wobei man sich klarmachen sollte, welche Ziele das Management verfolgt und welche Hindernisse erwartet werden.

3. Bestimme den Maßstab

In diesem Schritt gilt es Maßnahmen zu bestimmen, mit denen die Ziele erreicht werden sollen und auch darum sie zu kontrollieren. Manche Maßnahmen erweisen sich als nicht so erfolgreich wie geplant, andere, deren Gelingen man vorher bezweifelt hat, sind dagegen überaus wirkungsvoll. In diesem Fall, sollte man sich dies eingestehen und die Maßnahmen neu bestimmen.

4. Definiere Aufgaben

Nun heißt es nicht durch die Aufgaben aus der Absicht abzuleiten, sondern auch Prioritäten zu setzen.

5. Definiere den Spielraum

Um eine Strategie auszuführen, müssen sich Mitarbeiter an wechselnde Situationen schnell anpassen können. Auch wenn es widersprüchlich klingt: Setzt man ihnen klare Grenzen, die ihren Handlungsspielraum klar definieren, so können sie dadurch besser eigene Entscheidungen treffen.

Der Trick bei dieser  Methode ist das Gegenspiel von „Was?“ und „Warum?“

1. Ebene
Was? –  Errichtung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums
Warum? – Um neue Produkte auf den Markt zu bringen und dem Wettbewerb standzuhalten

2. Ebene
Was? – Standort wählen und Teams zusammenstellen
Warum? – Um Aufgaben zuzuteilen und Kosten zu sparen

3. Ebene
Was? – Arbeitsgruppe „Technical Design“
Warum? – …

Mit dieser Methode kann eine Unternehmensstrategie herunter gebrochen werden und einzelne Aufgaben abgeleitet werden, die zum Gesamtziel erforderlich sind.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: